trive.me und Hochschule Fulda entwickeln Smartwatch-Apps für das vernetzte Fahren

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trive.me und Hochschule Fulda entwickeln Smartwatch-Apps für das vernetzte Fahren

Unter dem Motto „fit & healthy im Fahrzeug“ wurden gemeinsam mit 18 Studenten 4 Produktideen umgesetzt

In den letzten fünf Monaten haben wir 18 Studenten, des Fachbereichs Angewandte Informatik der Hochschule Fulda, während ihres Bachelor-Projekts unter der wissenschaftlichen Leitung von Frau Prof. Dr. Martine Herpers begleitet. Sie stellten sich die Frage: „Wie können Smartwatch-Extensions User während den Autofahrten unterstützen?

Ziel des Projekts war die Ideengenerierung und Umsetzung sinnvoller Use Cases im „automotive Kontext“ für den Einsatz einer Smartwatch-Extension und Companion-App auf einem Smartphone. Dabei sollten die ausgeführten Lenkbewegungen des Fahrers bzw. der Fahrerin im Vordergrund stehen und mit von der Smartwatch ermittelten Gesundheitsdaten, wie Puls oder Blutdruck, in Verbindung gebracht werden.

Das Projekt ist aus einer Kooperation zwischen der Hochschule Fulda und trive.me im Rahmen des Tranferprojekts „Regionales Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität Fulda (RIGL-Fulda)“ entstanden. Unser Projekt startete letztes Jahr im Oktober mit einer Kick-Off-Veranstaltung. Dazu kamen die Studenten zu uns ins Büro und bekamen eine Einführung in das Garmin ConnectIQ SDK und die Möglichkeiten der Sensorik von Garmin Smartwatches. Das agile Produktentwicklungsframework Scrum wurde von Frau Prof. Dr. Martine Herpers den Studenten gelehrt. trive.me unterstützte beim Aufsetzen der notwendigen Tools um verteilte Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Im Projektverlauf haben wir unser Feedback zum aktuellen Produktstand im 2-wöchigen Sprint Review an die Studenten weitergegeben. Technische Fragen zum Garmin ConnectIQ SDK konnten per Chat-Tool direkt mit dem Garmin Experten Daniel Wald von trive.me geklärt werden.

Agile Entwicklung im Studenten-Team

Somit arbeiteten die Studenten-Teams während des Semesters agil in 2-Wochen-Sprints zusammen und nahmen dabei erstmals auch die Rollen des Scrum Masters oder Product Owners ein.

In einem Online Scrum-Board organisierten sie die Aufgaben, wiesen diese Teammitgliedern zu und verfolgten die einzelnen Aufgaben während ihres Lebenszyklus. Für die Studenten war es spannend in einem Praxisprojekt zu sehen, wie heute agil in Softwareprojekten gearbeitet wird.

Die „fit & healthy“ Produktideen

In der Abschlusspräsentation stellten die vier Studenten-Teams ihre Smartwatch Applikation vor der gesamten Projektgruppe vor.
Dabei war nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die Motivation für die App und eine Aussage über ihre Zuverlässigkeit relevant.
Mit Schockvideos und Live-Demonstrationen der Funktionalitäten wurden die Produkt-Pitches der Studenten interessant und anschaulich gestaltet. Technisch überzeugten die Teams besonders durch lauffähige Smartwatch und Companion Apps, die Nutzung neuronaler Netze zur Erkennung von Handbewegungen und bereits vollständig implementierte Features.  

Die vorgestellten Prototypen bieten Lösungen für Stresserkennung, Einschlafüberwachung, Herzinfarkt-Warnung und regenerative Pausengestaltung.
Damit richten sich die App-Ideen vor allem an Langstreckenfahrer, die häufig von Stress und Müdigkeit betroffen sind und versuchen akute Gefahrensituationen vorzubeugen. Das ist besonders wichtig, da immerhin 15-20 Prozent der Unfälle auf Schnellstraßen auf Sekundenschlaf zurückzuführen sind.

Idee 1:
Ein gefährlich schneller Puls und schwitzige Haut durch erhöhte Körpertemperatur sind Anzeichen für zu viel Stress. Die Smartwatch App misst kontinuierlich Gesundheitswerte und sendet diese weiter an die Smartphone Companion App zur Analyse und verständlichen Darstellung des Stresslevels für den Benutzer.

Idee 2:
Auch die App zur Herzinfarkt-Warnung misst kontinuierlich den Puls und reagiert bei gefährlichen Schwankungen. Der Benutzer wird frühzeitig über Auffälligkeiten informiert. Im Notfall wird automatisch der Notfallkontakt mit Standortinformationen informiert. Dies kann lebensrettend sein.

Idee 3:
Die Applikation zur Einschlafüberwachung wertet Lenkbewegungen der Autofahrer aus und erkennt typisches Sekundenschlafverhalten durch einen Ansatz auf Basis von künstlicher Intelligenz.

Idee 4:
Mit der App-Idee „FitBreak“ werden, je nach Länge der Autofahrt, anregende Pausenübungen vorgeschlagen und ihre Durchführung mit Pulsmessung und weiteren Sensoren überprüft.

Die Abschlusspräsentation war für uns ein gelungenes Ende der Projektarbeit.
Auch wenn die Umsetzung erst prototypisch war, waren wir begeistert was die Studenten innerhalb eines Semesters entwickelt haben!
Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Hochschule und den Studenten.

6. März, 2019|Kategorien: Allgemein, Automotive, Tech, Trends|0 Kommentare

Über den Autor:

Alexander Süssemilch
Jede Transformation braucht Menschen, die mit Herzblut an eine Sache glauben. Die Lust haben, die den Mut mitbringen mit ihren Ideen nicht nur DEM Megatrend der Automobilindustrie nachzugehen, sondern neue Wege zu finden. So jemand ist Alexander Süssemilch. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Elektronik/Elektrik. Seine Passion im vernetzten Fahren 4.0. Aus diesem Grund kümmert er sich bei uns darum, kontinuierlich neue Ideen zu generieren und diese in echte Mehrwert-Produkte umzusetzen.